Deutschland: Top 10 der höchsten Berge [mit Karte]

Die Zugspitze ragt als Deutschlands höchster und berühmtester Berg majestätisch in den Himmel. Mit einer Höhe von 2.962 Metern ist sie das ultimative Highlight für Bergliebhaber.

Aber was kommt nach der Zugspitze? Welche Berge nehmen in Deutschland die Plätze zwei bis zehn ein? In diesem Artikel nehmen wir dich mit auf eine Entdeckungsreise zu Deutschlands zehn höchsten Bergen, die übrigens alle in Bayern liegen.

1. Zugspitze (2.962 Meter) – Deutschlands höchster Berg

Reisebloggerin Biggi Bauer am Gipfel der Zugspitze mit dem goldenen Gipfelkreuz
Hier waren wir früh am Morgen am Gipfel der Zugspitze

Die Zugspitze, mit ihren beeindruckenden 2.962 Metern im Wettersteingebirge nahe Garmisch-Partenkirchen, thront als Deutschlands höchster Berg majestätisch über der Landschaft.

Der längste, aber auch einfachste Weg zum Gipfel führt dich durch die malerische Partnachklamm und das idyllische Reintal. Vom Gipfel der Zugspitze aus eröffnet sich dir ein atemberaubender Blick über das Alpenvorland und den Alpenhauptkamm.

Interessanterweise hatte die Zugspitze einst drei Gipfel. Der Mittelgipfel musste 1930 einer Seilbahn-Bergstation weichen, und der 2.964 Meter hohe Westgipfel wurde 1938 von der Wehrmacht gesprengt, um Platz für eine nie realisierte Flugleitstelle zu schaffen. Heute steht nur noch der 2.962 Meter hohe Ostgipfel mit seinem markanten Kreuz.

Mehr lesen Die Zugspitze ist nicht nur Deutschlands höchster Berg, sondern für uns auch eine der Top-10-Sehenswürdigkeiten in Deutschland.

2. Hochwanner (2.744 Meter) – Deutschlands zweithöchster Berg

Reiseblogger Florian Westermann am Gipfelkreuz des Hochwanners
Die Tour auf den Hochwanner ist durchaus anspruchsvoll

Der Hochwanner, mit einer Höhe von 2.744 Metern, ist die Nummer zwei auf der Liste der höchsten Berge Deutschlands. Der Hochwanner befindet sich im Wettersteingebirge, das auch andere hohe Gipfel wie den Schneefernerkopf mit 2.874 Metern beherbergt. Allerdings wird der Schneefernerkopf aufgrund seiner geringen Schartenhöhe nicht als eigenständiger Berg gewertet. Trotz der Meinung einiger Bergsteiger ist der Schneefernerkopf somit nicht Deutschlands zweithöchster Berg.

Der Gipfel des Hochwanner bietet dir einen spektakulären Blick auf die Zugspitze. Der einzige Zustieg zum Hochwanner erfolgt von der österreichischen Seite aus. Die letzten Meter zum Gipfel sind besonders anspruchsvoll und erfordern einen guten Orientierungssinn im Gelände. Für erfahrene Bergsteiger ist die Besteigung des Hochwanner ein unvergessliches Erlebnis.

3. Watzmann (2.713 Meter) – Deutschlands dritthöchster Berg

Der Blick über den Königssee mit dem Watzmann
Der Königssee – hier mit Blick auf den Watzmann links – erinnert an die Landschaft in Norwegen

Auf dem dritten Platz der höchsten Berge Deutschlands steht der imposante Watzmann, der sich mit einer Höhe von 2.713 Metern in den Berchtesgadener Alpen erhebt. Der Watzmann zählt neben der Zugspitze zu den bekanntesten Bergen in den deutschen Alpen.

Ein besonderes Merkmal des Watzmanns ist, dass er der höchste Berg ist, der sich vollständig auf deutschem Territorium befindet. Im Gegensatz zur Zugspitze und zum Hochwanner, die beide zur Hälfte in Österreich liegen, ist der Watzmann ein rein deutsches Naturwunder. Seine majestätische Erscheinung und die umliegende Landschaft machen ihn zu einem beliebten Ziel für Bergsteiger.

Der Watzmann hält noch einen weiteren Superlativ bereit: Seine Ostwand. Mit einer Höhe von 1.800 Metern ist sie nicht nur die höchste Wand der Ostalpen, sondern auch eine der gefährlichsten. Die Ostwand des Watzmanns ist berüchtigt für ihre Herausforderungen und Gefahren. Seit der Erstbesteigung im Jahr 1881 durch Johann Grill, auch bekannt als der “Kederbacher“, hat diese Wand eine tragische Geschichte. Mehr als 120 Menschen haben auf dieser anspruchsvollen Kletterroute ihr Leben verloren.

4. Leutascher Dreitorspitze (2.682 Meter)

Mit einer Höhe von 2.682 Metern nimmt die Leutascher Dreitorspitze, auch bekannt als Karlspitze, den vierten Platz unter Deutschlands höchsten Bergen ein. Sie befindet sich im beeindruckenden Wettersteingebirge und stellt eine echte Herausforderung für Wanderer und Bergsteiger dar. Um den Gipfel zu erreichen, müssen ungesicherte Kletterstellen im zweiten Schwierigkeitsgrad bewältigt werden. Die Tour ist nicht nur lang, sondern auch anspruchsvoll und erfordert eine gute Kondition sowie Klettererfahrung.

Für die Besteigung der Leutascher Dreitorspitze ist es üblich, die Wanderung auf zwei Tage aufzuteilen. Eine beliebte Option für eine Übernachtung bietet die Meilerhütte, die auf einer Höhe von 2.366 Metern liegt.

5. Hochkalter (2.607 Meter)

Der Hochkalter, ein beeindruckender Gipfel in den Berchtesgadener Alpen, erreicht mit seinen 2.607 Metern den fünften Platz auf der Liste der höchsten Berge Deutschlands. Die Besteigung dieses Berges ist ein echtes Abenteuer, denn die Tour ist sowohl lang als auch anspruchsvoll.

Der Normalweg über den “Schönen Fleck“ führt dich über einen langen Grat, der teilweise ausgesetzt ist. Diese Route verlangt nicht nur eine gute Kondition, sondern auch Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Für den Abstieg gibt es eine alternative Route durch das Ofental.

6. Biberkopf (2.599 Meter)

Reiseblogger Florian Westermann auf dem Gipfel des Biberkopfs
Vom Biberkopf-Gipfel genießt du eine traumhafte Aussicht über die Allgäuer Alpen

Der Biberkopf in den Allgäuer Alpen erreicht mit seinen 2.599 Metern den sechsten Platz auf der Liste der höchsten Berge Deutschlands. Der einfachste Weg zum Gipfel des Biberkopfs führt von der österreichischen Seite aus. Auf diesem Weg musst du bereits weit unterhalb des Gipfels eine ausgesetzte Stelle überwinden, was Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert. Diese Route ist zwar technisch einfacher, aber dennoch nicht zu unterschätzen.

Der Zustieg von der deutschen Seite, beginnend in Oberstdorf, ist deutlich länger. Die letzte Passage zum Gipfel erfordert leichte Kletterei, was die Tour zu einem echten Erlebnis macht.

7. Großer Hundstod (2.593 Meter)

Der Große Hundstod in den Berchtesgadener Alpen erreicht mit einer Höhe von 2.593 Metern den siebten Platz auf der Liste der höchsten Berge Deutschlands.

Der Weg zum Gipfel des Großen Hundstod erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Für die Besteigung des Großen Hundstod ist das Ingolstädter Haus eine ideale Zwischenstation. Diese Hütte bietet nicht nur eine Möglichkeit zur Übernachtung und zur Stärkung, sondern auch einen wunderbaren Ausgangspunkt für die weitere Tour zum Gipfel.

Der Große Hundstod ist eine ausgezeichnete Wahl für Bergsteiger, die eine anspruchsvolle und aussichtsreiche Tour in einer der schönsten Bergregionen Deutschlands suchen.

8. Hochvogel (2.592 Meter)

Der Hochvogel in den Allgäuer Alpen belegt mit einer Höhe von 2.592 Metern den achten Platz unter den höchsten Bergen Deutschlands. Die Besteigung bietet einige leichte Kletterpassagen im 1. Schwierigkeitsgrad, was die Tour zu einem aufregenden Erlebnis macht.

Der Hochvogel ist auch außerhalb der Bergsteigerkreise bekannt, da er immer wieder für Schlagzeilen sorgt. Bekannt ist der Hochvogel für den großen Riss am Gipfel, der auf einen möglichen massiven Felssturz in der Zukunft hindeutet. Aufgrund der potenziellen Gefahr, die von diesem Riss ausgeht, ist seit 2014 die Aufstiegsroute auf der österreichischen Seite des Hochvogels gesperrt.

9. Östliche Karwendelspitze (2.538 Meter)

Die Östliche Karwendelspitze erreicht mit einer Höhe von 2.538 Metern den neunten Platz auf der Liste der höchsten Berge in Deutschland. Im oberen Bereich der Östlichen Karwendelspitze erwarten dich einige leichte Kletterstellen, die Geschick und Vorsicht erfordern.

Es empfiehlt sich, die Besteigung der Östlichen Karwendelspitze auf zwei Tage aufzuteilen. Eine gute Möglichkeit für eine Übernachtung bietet das Karwendelhaus.

10. Hocheisspitze (2.523 Meter)

Die Hocheisspitze in den Berchtesgadener Alpen belegt mit einer Höhe von 2.523 Metern den zehnten Platz auf der Liste der höchsten Berge Deutschlands.

Der Aufstieg zur Hocheisspitze führt durch das Hocheiskar und erfordert leichte Kletterei im Schwierigkeitsgrad I. Diese Route verlangt Orientierungssinn, da der Weg nicht durch Markierungen gekennzeichnet ist.

Karte mit Deutschlands zehn höchsten Bergen

Auf unserer interaktiven Karte findest du Deutschlands zehn höchste Berge im Überblick:

Autoren Biggi und Flo
Über die Autoren

Wir, Biggi Bauer und Florian Westermann, sind zwei reiselustige Abenteurer, die hier über die schönsten Orte und Reiseziele in Deutschland schreiben. Daneben betreiben wir den bekannten Reiseblog Phototravellers.de.

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